Eigentlich hatten wir für diesen Sommer Schottland mit Rawakas gebucht, aber es fanden sich nicht genug Teilnehmer. Dafür gab es dieses Jahr genügend Interessenten für die Schweden mit Floß und Kanu-Reise, die wir eigentlich letztes Jahr gebucht hatten und die damals nicht zustande gekommen war. Na dann, auf ins Abendteuer! Denn ein Abenteuer war diese Reise wirklich! Wir bauten 2 Flöße aus Holz, von denen jedes 1,5 bis 2 Tonnen wiegt. Das sind wir als Büromenschen nicht wirklich gewohnt und Sascha fing sich erstmal eine ordentliche Sehnenscheidenentzündung ein. Auch der nächste Tag auf dem Fluss war eine Herausforderung - besonders für Jana. Denn aufgrund eines extrem niedrigen Wasserstandes strandeten wir etliche Male auf Sandbänken oder Steinen und mussten dann alle ins Wasser und das Floß zurück in die Strömung schieben. Zudem war die Fließgeschwindigkeit nur 1,5 km/h statt 2-4 km/h und wir kamen nur mühsam voran. Erst an Tag 3 half uns der "Wassergott" und es wurde weiter flussaufwärts mehr Wasser aus einem Stausee gelassen, da es in Norwegen 3 Tage geregnet hatte. Nun flogen wir fast mit 5 km/h voran und holten unseren Rückstand wieder ein. Der Rest der Tour lief dann viel entspannter. Unterschätzt haben wir zudem die kalten Nächte mit teilweise 4 Grad. Dafür waren wir nur bedingt ausgerüstet und so mussten Handtücher im Schlafsack mitwärmen. Aber wir haben es überlebt und insgesamt war es eine Reise, die man so schnell nicht vergisst!
