650 kmFreitag, 6. Juni 2025
Kurz vor 16 Uhr ging unser Zug nach Berlin. Nach einer überraschenden Umbuchung seitens der Airline flogen wir nicht mehr von München über Luxemburg nach Malaga, sondern mit einem Direktflug von Berlin nach Malaga. Wir fuhren einen Tag früher zur Oma, die uns gnädigerweise für eine Nacht beherbergte. Nach knapp 4 Stunden erreichten wir den Berliner Hauptbahnhof und fuhren dann weiter zur Oma. Dort saßen wir noch ein wenig beisammen, bevor unser Andalusien-Abenteuer am nächsten Tag starten sollte.
2240 kmSamstag, 7. Juni 2025
Wir konnten bis 8:30 Uhr ausschlafen. Nach einem ausgiebigen Frühstück fuhren wir zum BER-Flughafen. Alles verlief reibungslos. Ohne Schlange konnten wir unser Gepäck abgeben und hatten noch Zeit, um etwas zum Essen für den Flug zu kaufen. Für die Security hatten wir extra einen Zeitslot reserviert. Doch weil alles so flink gelaufen war, entschlossen wir uns, gleich durch die Security zu gehen, statt noch eine Viertelstunde zu warten. Im Terminal kauften wir noch Bücher für die Kinder und Sodoku für Jana. Dann spazierten wir zum Gate und warteten auf unseren Abflug. Pünktlich öffnete das Gate, so dass wir ins Flugzeug kamen. Wir saßen in der vorletzten Reihe. Leicht verspätet startete der Flug und 3 Stunden später landeten wir in Malaga. Dort bekamen wir ruckzuck unser Gepäck und gingen zum Taxi. Wir wurden gewarnt, dass die kurze Fahrt sehr teuer werden würde, aber wir wollten auch keine halbe Stunde mit dem Gepäck laufen. Nach wenigen Minuten kamen wir am Hotel an und stellten unser Gepäck ab. Da es noch hell und warm und nicht zu spät war, zog es uns noch in die Innenstadt von Malaga. Wie praktisch dass gleich ein Bus nahe unserem Hotel losfahren sollte. Entlang hoher Wohnblocks und großer Straßen ging es bis zum Hafen neben der Altstadt. Von hier aus gingen wir zu Fuß an der Hafenpromenade entlang und schüttelten unsere Köpfe ob der übergroßen Yachten. Hier gab es auch zahlreiche Marktstände, wo wir uns Souvenirs anschauten und den Straßenmusikern lauschten. Anika kaufte sich einen Fächer. Wir gingen bis zum Strand, der uns allerdings etwas enttäuschte. Es staubte extrem und der Sand war eher grau als gelb. Dazu war der Strand von Hochhäusern und Nippes-Läden gesäumt. Das war eher nichts für uns. Immerhin erstand Jana etwas zu trinken, denn es war immer noch ziemlich heiß. Obwohl es inzwischen nach 19 Uhr war, waren es noch 28 Grad. Wir spazierten zur nahe gelegenen Stierkampfarena und kehrten in der Nähe in einem Straßencafé ein, wo wir draußen saßen. Bei spanischen Tapas (Tomatensalat, Bratkartoffeln, Auberginen-Chips mit Honig, Melone mit Schinken und Nudeln) ließen wir es uns gut gehen. Es begann langsam zu dämmern. Wir gingen zum Bus und fuhren Richtung Hotel. Unterwegs mussten wir umsteigen, allerdings kam der Anschlussbus nicht. Da es nun schon gegen 22 Uhr war, hielt Jana kurzentschlossen ein Taxi an, dass uns zurück bis zum Hotel fuhr. Dort fielen wir müde in unsere Betten, nachdem alle noch eine erfrischende Dusche genommen hatten.
136 kmSonntag, 8. Juni 2025
Zwischen halb und dreiviertel Acht standen wir auf und gingen zum Frühstück. Danach riefen wir ein Taxi und ließen uns zur Verleihstation von Indie Campers fahren, um dort unser Wohnmobil entgegen zu nehmen. Die Station lag weit vor den Toren der Stadt. In dem Gewerbegebiet mit schier endlosen Lagerhallen sah es so trist aus, dass wir anfangs gar nicht erkannten, hinter welcher der vielen verschlossenen Tore das Depot zu finden sei. Dann jedoch ging eine unscheinbare Tür auf und eine nette Frau wies uns den Weg. Sehr unkompliziert erhielten wir unser Wohnmobil, das überraschend modern und praktisch war. Die Vermieterin empfahl uns, noch ein paar Runden zu drehen, weil es ein Automatikfahrzeug war. Das stellte uns allerdings vor gar keine Probleme. Zufrieden fuhren wir zum Tanken und Einkaufen. Jedoch war der Lidl sonntags geschlossen. Es gab aber noch einen anderen, kleinen Markt, bei dem wir uns fürs Erste eindecken konnten. Dann ging es los gen Norden. Unterwegs sprang der Kühlschrank allerdings nicht an, sondern piepte andauernd. Jana setzte sich mit dem Support von Indie Campers in Verbindung, der allerdings nur zäh und zögerlich antwortete. Als wir in El Torcal ankamen, war noch keine Lösung in Sicht. Wir machten zunächst eine Wanderung durch die Felsen, wobei Jana an einer Dornenpflanze hängen blieb und vor Ort von Sascha behandelt wurde. Am Ende knickte Antonia um und fiel mit dem Oberschenkel auf einen Felsen. Zum Glück war es kurz vor dem Lokal, so dass wir uns ausruhen und stärken konnten. Dabei entdeckte Jana einen Steinbock auf dem Felsen gegenüber, wovon wir später noch weitere Exemplare sahen, als wir zum Ausblick gingen. Toll, diese majestätischen Tiere hier in freier Wildbahn zu sehen! Es war ein ähnlich heißer Tag wie der davor, weshalb wir der Mittagshitze entfliehen wollten und lieber weiter fuhren. Unterwegs stand Jana weiter in Kontakt mit dem Support von Indie-Campers, was sie zunehmend frustrierte. Nach einer langen Fahrt erreichten wir den Campingplatz Parque Ardales nahe dem Caminito del Rey, wo wir die Nacht verbringen wollten. Wir probierten noch einmal, ob wir den Kühlschrank in Gang bringen konnten, jedoch ohne Erfolg. Selbst die freundlichen Deutschen im Nachbarwohnmobil konnten uns nicht helfen. Sobald wir allerdings den Strom angeschlossen hatten, ging der Kühlschrank plötzlich. Immerhin. Etwas entspannter gingen wir in den Pool und genossen die Abkühlung. Zurück im Wohnmobil kochte Sascha Nudeln. Anika ging es derweil immer schlechter - sie hatte wieder einen ihrer Schwächeanfälle und ging bald darauf ins Bett. Antonia folgte später, las aber noch ihr Buch. Die Eltern quatschten noch lange mit den Nachbarn. Kurz vor elf gingen wir zu Bett. Das würde eine kurze Nacht werden.
87 kmMontag, 9. Juni 2025
Punkt 6:45 Uhr klingelte der Wecker. So leise, wie es ging, bereiteten wir unsere Abfahrt vor, um ja keine anderen Camper zu wecken und verließen den Platz. Wir fuhren dem Navi nach zum Parkplatz für den Nordeingang des Caminito del Rey. Dabei fuhren wir am tatsächlichen Parkplatz vorbei, ohne ihn bemerkt zu haben. Unser Navi schickte uns stattdessen auf eine windige Schotterpiste, die auf einem Hügel endete. Immerhin konnte wir hier wenden, waren jedoch ratlos. Wir fuhren ein Stück die Schotterpiste zurück und hielten auf einem kleinen Platz am Straßenrand. Hier machten die Damen ein erstes Frühstück. Sascha fragte derweil ein anderes Camper-Pärchen, das allerdings fast kein Englisch konnte. Sie empfahlen, zum richtigen Parkplatz zu fahren, von wo uns der Bus zum Eingang brächte. Jana wurde schon langsam hibbelig, denn wir hatten unsere Tickets Monate im Voraus gebucht und einen Zeitslot ab 8:30 Uhr - und diese Uhrzeit war fast erreicht. Am Parkplatz lösten wir unser Parkticket und der Parkplatzwächter behauptete, mit unserem ausgedruckten Ticket könnten wir jederzeit den Caminito del Rey betreten. Wir waren immer noch skeptisch. Wir warteten auf den Bus, der uns zurück zu der Stelle brachte, wo wir zuvor auf der Schotterpiste ratlos gestanden hatten. Von hier aus ging es durch einen langen Tunnel zum Eingang, wo wir ohne Probleme durch die Kontrolle kamen, obwohl es inzwischen schon leicht über unserer gebuchten Zeit war. Puh, Glück gehabt. Die Spanier sind da halt doch lockerer als wir Deutschen. Wir erhielten jeder einen Helm, alle in derselben Größe, so dass Antonias Helm locker und schief auf ihrem Kopf hing. Hinter dem Eingang führte der Weg um eine Kurve und dann begann auch schon der abenteuerliche Weg, der wie magisch an die senkrechte Wand der Schlucht geklebt war. Unter uns rauschte der wilde Bach, über uns hingen hohe Felsen, in den Tauben nisteten und zwischen den Felsen waghalsige Flugmanöver absolvierten. Nach einem guten Stück öffnete sich die Schlucht zu einem breiten Tal, in dem zu unserer Verwunderung ein Zug fuhr. Wie wir erst später erfuhren, war der Zug wohl vor dem Wanderweg da, ja, er war sogar der Wegbereiter gewesen. An einem kleinen Teich im Schatten machten wir eine kurze Rast, bevor wir das Tal weiter durchquerten. An dessen Ende begann ein neuer Abschnitt des abenteuerlichen Wegs, der wieder an hoch aufragenden Felsen angeklebt war. Den Abschluss bildete eine Hängebrücke, die windumtost in luftiger Höhe über der Schlucht hing und den spektakulären Ausgang der Schlucht bildete. Danach folgte noch ein kleiner Wanderweg bis zum Bus, der uns zurück zum Parkplatz und Wohnmobil brachte. Hier machten wir eine längere Pause, die wir uns nach 8 km Wanderung redlich verdient hatten. Danach fuhren wir weiter. Unser heutiges Ziel war Ronda. Unterwegs wollten wir noch einen Zwischenstopp in Setenil de Bodegas einlegen. Jedoch war in diesem beschaulichen kleinen Ort ein Parkplatz für Wohnmobile nicht vorgesehen. Wir durchquerten den Ort zweimal ohne Halt und Jana machte nur ein schnelles Foto von einem Aussichtspunkt auf den Ort. Schade! Schließlich setzten wir unsere Fahrt nach Ronda fort und erreichten es am Nachmittag. Unterwegs hatte es stellenweise geregnet. Für diese Nacht standen wir an einem guten Stellplatz am Rande des Ortes. Natürlich zogen wir direkt nach unserer Ankunft sofort los, denn wir wollten Ronda auch noch sehen. Auf dem langen Weg zur Altstadt stärkten wir uns unterwegs mit frischem Obst. In der Fußgängerzone angekommen, genossen wir erst einmal Kuchen und Eis. Danach gab es noch eine Runde von Mode-, Schmuck- und Andenkenläden zu besichtigen, nicht ohne auch etwas zu kaufen, bevor wir tatsächlich die große Brücke im Stadtzentrum von Ronda erreichten. Von oben sah man allerdings nur wenig. Aus diesem Grund gingen wir ein Stück durch die Altstadt, um die Brücke auch von der Seite und von unten zu sehen. Aufgrund der Hitze hatten die Mädels keine Lust und keine Energie mehr dazu. Auch der Aufstieg zurück zur Altstadt war beschwerlich. Immerhin gab es dort im Schatten einen Springbrunnen, der zum Abkühlen der Füße einlud. Nun waren alle wieder etwas frisch, um den kurzen Weg zu einem Lokal zu schaffen. Hier gab es Steak für Antonia, das sie ohne Klage komplett verspeiste, Lachs für Anika, Salat für Sascha und Tomate-Mozzarella für Jana. Als Nachspeise nahmen wir noch eine frische Orange und wurden überdies mit einem Tiramisu vom Wirt überrascht. Danach spazierten wir noch zur Hauptkirche, die aus der ehemaligen Moschee geformt wurde. Sascha wollte sich das unbedingt ansehen, aber die anderen drei nicht. Sie blieben draußen im Schatten und genossen eine weitere Abkühlung in einem Springbrunnen. Sascha sah sich derweil die imposante Kirche an und stieg sogar auf ihr Dach, mit einem schönen Blick über die Altstadt. Nun war es Zeit für den Heimweg. Es dauerte gefühlt eine Ewigkeit. Unterwegs kaufte wir noch ein wenig Obst. Als wir unser Wohnmobil endlich erreicht hatten, fielen die Kinder müde ins Bett. Die Eltern planten noch kurz den nächsten Tag, bevor auch sie sich schlafen legten.
122 kmDienstag, 10. Juni 2025
Ganz in Ruhe machten wir Frühstück und verließen Ronda, nachdem wir noch ein paar Lebensmittel eingekauft hatten. Wir fuhren direkt nach Sevilla zur Station von Indie Campers, um unser Kühlschrankproblem beheben zu lassen. Das ging zum Glück überraschend schnell. Man musste nur durch langes Drücken einer Taste den Fehlerspeicher leeren. Nun deutlich entspannter fuhren wir zum nächsten Campingplatz und sprangen dort in den Pool. Das tat gut! So ließ es sich gut gehen. Nach einer guten Siesta im Wohnmobil zogen wir am späten Nachmittag los in Richtung Altstadt. Zuerst warteten wir eine Ewigkeit auf den Bus, der uns schließlich innerhalb einer halben Stunde bis zur Altstadt von Sevilla brachte. Dort liefen wir schnurstracks zur Kathedrale, immerhin eine der größten Kirchen Spaniens. Für heute gab es allerdings keine Eintrittskarten mehr. Etwas unschlüssig saßen wir im Schatten und überlegten unsere nächste Schritte. Wir entschieden uns für Abendessen. Diesmal - ausgerechnet in der Hauptstadt der Tapas - musste es sehr zu Saschas Leidwesen ausgerechnet italienische Küche sein. In einem stark klimatisierten Lokal genossen wir unser Abendessen, wobei Anika über ihre Nudeln mit Schinken-Sahne-Sauce nicht zufrieden war, weil sie ihr zu salzig waren. Antonia genoss ihre puren Nudeln und Jana war begeistert von ihrer knusprigen Pizza. Sascha hatte Ravioli mit Steinpilzen und so viel Käse darauf, dass es wie zugeschneit aussah. Nach dem Essen spazierten wir durch die verwinkelten Gassen der Altstadt bis zur Stierkampfarena, die wir auch besichtigten. Dieses tödliche Sport war allerdings gar nichts für uns. Also spazierten wir weiter durch die Altstadt, kauften kandierte Sonnenblumenkerne und liefen durch Einkaufsstraßen bis zu den "Pilzen von Sevilla" - einer modernen pilzartigen Dachkonstruktion. Hier tobte das Leben: ein Reihe Artisten führten ein Programm auf, Musiker spielten und generell wimmelte es nur so von Touristen und Einheimischen hier. Danach wollten wir noch in einen Buchladen ein neues Buch für Anika auswählen, doch die wenigen verfügbaren deutschen Bücher kannte sie schon. Daher blieb es bei ein paar Legami-Stiften. Auf unserem weiteren Weg aßen wir noch Eis und gingen bis zum Plaza Espanyol. Inzwischen war es schon dunkel geworden, und außerdem fuhr in wenigen Minuten unser Bus. Fix gingen wir also zur Bushaltestelle und waren gegen 22:30 Uhr zurück am Campingplatz, wo wir direkt zu Bett gingen.
45 kmMittwoch, 11. Juni 2025
Wir machten heute Morgen ganz entspannt. Sascha wachte als Erster auf und ging eine Runde joggen. Als er zurück war, so gegen 10 Uhr, weckte er die anderen drei. Wir genossen ein ausführliches Frühstück. Dann fuhren wir zum Wasserpark Guadalpark. Heute wollten wir nur Spaß haben. Wir begannen mit dem Wellenbad, bevor wir uns in die blaue Lagune legten. Danach probierten wir die verschiedenen Rutschen aus, wobei wir großen Spaß hatten. Nach einer kurzen Mittagspause ging es weiter mit Rutschen, Wellenbad und blauer Lagune. Am Nachmittag wurde der Park immer leerer, so dass wir fast nirgendwo mehr anstehen mussten. Nach mehreren Stunden Planschen fuhren wir noch zum Einkaufen neuer Lebensmittel und danach zurück zum Campingplatz. Heute gab es Nudeln, die wir selbst kochten. Danach spielten wir noch gemeinsam Gesellschaftsspiele, bevor wir ins Bett gingen.
151 kmDonnerstag, 12. Juni 2025
Heute fuhr Jana das Wohnmobil. Es ging von Sevilla nach Cadiz. Nach einer ganzen Zeit auf Autobahnen und durch die Stadt fanden wir einen Parkplatz am Rande der Altstadt. Von dort spazierten wir durch die Gassen. Nachdem die Kinder einen Streit untereinander beendet hatten, konnten wir auch entspannter die Stadt genießen. In einer Tierhandlung entdeckten die Kinder ihre Liebe zu Haustieren wieder, aber Jana gelang es geschickt, das Thema wegzumoderieren. Als Nächstes erklommen wir einen Turm, um die Aussicht über die Altstadt zu genießen. Die vielen Flachdächer waren erstaunlich wenig genutzt. Nur auf manchen standen Wäscheständer oder auch Pflanzen und Tische. Danach gingen wir zur Markthalle und kauften uns ein wenig Obst. Wir traten aus der Altstadt und sahen aufs Meer hinaus. Hier war es allerdings so heiß, dass wir besser wieder in die schattige Altstadt abzogen. Wir landeten vor der Kathedrale, die wir allerdings wegen des hohen Eintrittspreises nicht von innen besichtigten. Stattdessen hatte Antonia großen Spaß mit Seifenblasen auf dem Vorplatz der Kathedrale. Auf dem weiteren Weg durch die Altstadt fanden wir einen Schuhladen, in dem Jana Ersatz für ihre Sandalen finden wollte, wobei allerdings Anika neue Sandalen bekam. Danach gab es noch neue kindliche Sonnenbrillen und gebrannte Mandeln. Insgesamt waren wir wenig von Cadiz beeindruckt. Wir bestiegen unser Wohnmobil und fuhren weiter die Küste entlang. Unser nächster Campingplatz war in Conil de la Frontera. Die Kinder sprangen als erstes in den Pool. Nach dieser Abkühlung wollten wir noch zum Meer gehen. Die Kinder tobten am Strand herum, während wir Eltern dabei zusahen und bei einer Beach Bar im Schatten saßen. Wir gingen am Strand entlang und in die Altstadt hinein. Statt etwas zum Abendessen gab es ein Eis für Anika und einen Crepe für Antonia. Am Wohnmobil gab es für die Eltern und ein kleines Abendessen, bevor wir alle ins Bett gingen.
74 kmFreitag, 13. Juni 2025
Sascha wachte wieder als erster auf und ging laufen. Zurück am Wohnmobil gab es Frühstück für alle. Wir ließen uns Zeit, bevor wir den Campingplatz verließen. Es ging an der Küste entlang bis nach Bolonia. Hier parkten wir am Strand. Sascha erzählte, dass er gerade aus dem Autofenster Schildkröten gesehen hatte in einem kleinen Fluss. Die Mädels wollten diese nun unbedingt sehen und so gingen wir die Straße wieder ein Stück zurück bis zu einer kleinen Brücke - und tatsächlich - im Fluss wimmelte es nur so von Schildkröten. Wir waren begeistert. Danach gingen wir hinab zum Strand und immer direkt am Wasser entlang, um den heißen Sand zu vermeiden. Am Rande des Strands gab es eine große Sanddüne, die wir erklommen. Von oben sah man sehr schön die ganze Bucht mit ihrem azurblauen Wasser. Natürlich gingen wir als nächstes darin baden, um eine schöne Abkühlung zu bekommen. Nach dem Bad gönnten wir uns eine Pause im Strandrestaurant. Anika fand ihre Muscheln nicht so gut und auch Antonia wollte nur wenige Pommes. Dafür genoss Sascha seine Paprika und Auberginen und Jana den lokalen Fisch. Nach dem Essen besichtigte Sascha noch eine alte römische Siedlung. Anschließend fuhren wir bis fast nach Tarifa auf den nächsten Campingplatz. Hier war es allerdings sehr eng. In den zugewiesenen Stellplatz kamen wir trotz zigfachem Rangierens nicht hinein, so dass Jana schließlich zur Rezeption zurück ging und um einen anderen Platz bat. Als wir letztlich standen, schwitzten wir ganz ordentlich und sprangen als erstes in den Pool. Nach dem Abendessen saßen wir noch entspannt zusammen, wobei die Kinder ein Hörspiel hörten.
15 kmSamstag, 14. Juni 2025
Heute standen wir ausnahmsweise früh auf, gegen halb neun. Ganz leise packten wir alles zusammen und verließen den Platz. Wir fuhren nur ein kurzes Stück nach Tarifa auf einen Parkplatz, wo wir frühstückten. Danach gingen wir zu unserer Fähre. Wir verließen Europa und fuhren 14 km über die Straße von Gibraltar nach Afrika. Nach nur einer Stunde erreichte die Katamaran-Fähre Tanger, das wir uns heute von einem örtlichen Fremdenführer zeigen lassen wollten. Auf den ersten Blick sah es hier nicht deutlich anders als in Spanien aus: Die gleichen weißen Häuser, ähnliche trockene Vegetation, ausgewählte, gepflegte Rasenflächen. Wir umfuhren die Altstadt und hielten an einem Wald mit einer einzelnen Villa. Hier war es doch überraschend grün. Und zudem gab zahlreiche Katzen, die die Menschen um Essen anbettelten. Danach fuhren wir zum Cap Spartel, dem nordwestlichsten Punkt Afrikas, wo Atlantik und Mittelmeer aufeinandertreffen. Am Leuchtturm durften die Kinder einen Falken auf den Arm nehmen. Danach fuhren wir zu einem Strand am Atlantik. Unterwegs passierten wir den Palast des marokkanischen Königs, des saudischen Königs und anderer Golfstaaten-Scheichs, wobei letztere fast das ganze Jahr leer stehen. Am Strand standen schon Kamele für die Touristen bereit. Wir mussten nur kurz warten, bevor wir jeder eines der Wüstenschiffe besteigen konnten. Als sie sich erhoben, schwebten wir plötzlich 2 Meter über dem Boden und wurden am Strand entlang geschaukelt. Unbeeindruckt von den Wellen trotteten die Kamele durch den Sand. Unterwegs sahen wir zwei Hunde mit fünf Welpen, die herrenlos herumstreunten. Dann liefen die Kamele noch vorsichtig die Steilküste hinauf, wo wir neben den kleinen Kamelbabys anhielten. Dort knieten sich die Kamele auf den Boden, was sich wie eine kleine Achterbahn anfühlte, so dass wir absteigen konnten. Anschließend fuhren wir zur Altstadt von Tanger. Die Altstadt erkundeten wir zu Fuß, denn dort gab es fast keine Straßen, die breit genug für Autos waren. Wir begannen am oberen Ende in der ehemaligen Festung Kasbah und liefen durch viele kleine, verwinkelte Gassen, durch Durchgänge, die zwischen die Häuser gebaut waren. Wir sahen winzige Friseurläden, in denen nur eine oder zwei Personen bedient werden konnten. Wir sahen kleine Eckläden, in denen Stoffe verkauft wurden. Wir kamen an mehreren Obstläden vorbei, immer in so schmalen Gassen, dass sich zwei Leute kaum begegnen konnten. Es gab kleine Märkte, die eigentlich überdachte Gassen waren, aber dafür schön kühl. Dabei ging es mal hoch, mal runter. Wir erfuhren, dass eine islamische Stadt fünf Elemente besaß: eine Moschee, ein Dampfbad (je eins für Frauen und für Männer), einen Ofen zum Backen von Brot, frisches Wasser zum Trinken und einen Markt für Lebensmittel. All das war in dem Gewirr der Gassen gesäumt von Tüchern, Lichtern und schönen Sachen. Wir verließen durch ein Tor die Altstadt auf einen großen Platz und sahen, wie ein Taxi einen Mann über den Fuß fuhr. Wir liefen durch ein anderes Tor und dadurch wieder in die Altstadt hinein. In einem Gewürzladen kauften wir Ras el Hanout sowie Arganöl und Pfefferminzblätter für Tee. Bei einem Bäcker aßen wir Törtchen, die französischen Tartelettes nicht unähnlich waren, sowie eine Art Milchbrötchen. In einem Souvenirladen kauften die Mädchen sich Schmuck. Ständig grüßte unser Reiseleiter jemanden, den er aus seiner 20-jährigen Erfahrung kannte. Es schien, als kannte hier jeder jeden. Zum Abschluss tranken wir in einem Café einen Pfefferminztee, wobei wir immer wieder von Verkäufern angesprochen wurden. Unser Reiseleiter war derweil beim Beten in einem der benachbarten Läden. Wir beobachteten dabei das Treiben um uns herum. Anschließend verließen wir die Altstadt wieder am Hafentor. Unser Reiseleiter begleitete uns noch bis zum Fährterminal, wo wir uns großzügig bei ihm bedankten. Nach einer Stunde Fahrt waren wir zurück in Spanien und Europa - und um viele Eindrücke reicher. Auf dem Weg zum Wohnmobil kauften wir in einem Supermarkt noch etwas ein und fuhren dann auf unseren Campingplatz zurück. Hier gab es, da es bereits 20:30 Uhr war und der Pool bereits geschlossen hatte, noch ein Abendessen in der Bar des Campingplatzes. Es gab dünne, leckere Pizza für Anika und Jana, eine riesige Schüssel Pommes für Antonie sowie Quesadilla für Sascha. Danach ging es alsbald ins Bett zum Ausruhen nach diesem spannenden Tag.
214 kmSonntag, 15. Juni 2025
Wir schliefen bis 9:30 Uhr aus. Dann gönnten wir uns ein gutes Frühstück als Start in den Tag. Heute stand nichts Besonderes an. Wir packten unsere Sachen und fuhren ostwärts an der Küste entlang. Kurz vor Gibraltar wollten wir eine Wanderung zu einem Wasserfall machen, doch die sengende Hitze, der Weg der durch die pralle Sonne führte und das ausgetrocknete Bachbett daneben (und damit die eher unwahrscheinliche Aussicht auf den Wasserfall Garganta del Capitán) ließen uns schon früh umkehren. Wir fuhren weiter bis Malaga und hielten kurz bei einem Einkaufszentrum am Rande der Stadt für einen Snack. Danach ging es weiter zum Camping Valle Niza, einen Campingplatz direkt am Meer mit einem Pool. Die Mädels hatten überraschend schnell ihre Badesachen angezogen und sprangen in das kühle Nass. Wir Eltern gönnten uns derweil im Schatten erst einmal ein Eis. Der Pool war so warm, dass er kaum noch Abkühlung bot. Die Mädels aber liebten es und blieben fast 3 Stunden ununterbrochen im Wasser, bevor es kurz vor 20 Uhr Nudeln am Wohnmobil gab. Die Kinder hörten noch ein Hörspiel und die Eltern lasen bis es dunkel wurde und wir alle ins Bett gingen.
134 kmMontag, 16. Juni 2025
Sascha wachte als Erster kurz vor 8 Uhr auf und ging laufen. Als er gegen 9 Uhr zurück war, waren die anderen drei bereits munter. Wir machten ein gemütliches Frühstück im Freien. Dann ließen wir noch Abwasser ab, füllten den Wassertank und verließen den Platz. Wir fuhren die Küste entlang bis Frigiliana, eines der schönsten Dörfer Andalusiens, wie wir später erfuhren. Eigentlich wollten wir hier nur wandern, denn wir hatten gelesen, dass man in einem Flussbett laufen könne inkl. kleiner Pools zum Baden. Allerdings war der Bach momentan ausgetrocknet, wie wir in der Touristen-Information erfuhren. So gönnten wir uns nur ein schmackhaftes Mittagessen und fuhren dann weiter bis nach Granada. Hier, im Vorort La Zubia, fanden wir auf dem Camping Reina Isabel einen hübschen Stellplatz für die Nacht. Das beste war jedoch der Pool, den die 3 Mädels sofort nach der Ankunft stürmten, während Sascha noch schnell einkaufte. Danach gab es Abendessen vor dem Wohnmobil. Wieder hörten die Kinder ein Hörspiel, während die Eltern noch lasen und die nächsten Tage planten.
0 kmDienstag, 17. Juni 2025
Heute standen wir erneut früh auf. Wir hatten uns ein Taxi reserviert, das uns zur Alhambra bringen sollte. Wir waren rechtzeitig am Büro der Sightseeing-Firma, wo wir noch etwas warten durften. Um 10 Uhr begann dann unsere Rundführung mit dem Besuch des Generalife, einer Art Sommerresidenz innerhalb der eigentlichen Burg mit wunderschönen Gärten und Wasserspielen. Anschließend ging es in die eigentliche Alhambra, wo es außer den Außenmauern fast nur Grundmauern der früheren Gebäude zu sehen gab. Hier ist auch eines der teuersten Hotels Spaniens. Wir sahen außerdem ein ehemaliges Bad nach römischem Vorbild. Dann besichtigten wir noch den Königspalast von Karl V., der allerdings niemals bewohnt war und mehr wie ein Fremdkörper in das Ensemble gequetscht wirkte. Zum Abschluss besichtigten wir noch die Festung, wobei hier nur die Außenmauern und Türme standen und sonst nur Grundmauern. Der maurische Nesridenpalast - wohl der schönste Teil der ganzen Anlage - war leider nicht Teil unseres Tickets. Schon für unsere "Alhambra-Light" Version hatten wir 150 Euro bezahlt bei GetYourGuide. Mit den Nesridenpalästen gab es nur noch Tickets für 400 Euro für uns vier. Das war uns dann doch zu viel. Es ist echt traurig, dass man solche Sehenswürdigkeiten inzwischen Monate im Voraus buchen muss oder nur noch auf diese "gebunkerten" überteuerten Tickets zurückgreifen muss. Inzwischen war es mit 34 Grad so heiß, dass wir uns kaum noch bewegen wollten. Der Aussichtspunkt San Nicolas sollte allerdings sehr schön sein. Also gingen wir zu einer Bushaltestelle und fuhren mit einem klimatisierten Minibus auf die andere Seite der Altstadt. Die Aussicht auf die Alhambra mit den schneebedeckten Bergen der Sierra Nevada im Hintergrund war beeindruckend. Nach einem Getränk in einem nahe gelegenen Restaurant nahmen wir den nächsten Bus in die Altstadt zurück. Wir schlenderten noch etwas durch die Gassen und fuhren dann mit dem Bus zurück zum Campingplatz. Dort sprangen die 3 Mädels direkt in den Pool. Sascha kaufte uns etwas zu Essen und kühlte sich dann auch im Pool ab. Die Erfrischung hielt nicht lange an, denn es blieb anhaltend heiß - selbst als es längst dunkel war und wir ins Bett gingen.
147 kmMittwoch, 18. Juni 2025
Über Nacht war es nur leicht kühler geworden. Wir genossen unser Frühstück im Freien vor dem Wohnmobil. Danach ließen wir Granada hinter uns und fuhren geradewegs hinunter nach Málaga. Im Vorort Torremolinos besuchten wir das Aqualand, einen großen Wasserpark. Im Gegensatz zum Guadalpark in Sevilla war das Wellenbad deutlich weniger spektakulär, dafür waren die Rutschen deutlich toller. Leider war das System mit der Zuweisung von Reifen und den Fast-Pässen ziemlich misslungen - so dass wir mehrmals lange warten mussten. Das senkte natürlich deutlich die Freude am Rutschen. Überdies kam hinzu, dass der Park bereits um 17 Uhr schloss und bereits um 16:30 Uhr alle Rutschen schlossen! Im Guadalpark hatten wir die letzten beiden Stunden bis 19 Uhr noch voll genießen können als endlich alle Schüler auf Klassenfahrt den Park verließen. Hier hingegen wurden wir mit den Schülern herausgekegelt. Etwas angefressen fuhren wir zu unserem letzten Campingplatz, ganz in der Nähe. Hier hörten wir noch das letzte Woodwalkers-Hörspiel zu Ende und kochten ein letztes Mal Nudeln. Dann war es bereits 20:30 Uhr und ein guter Teil unserer Sachen bereits gepackt. Also spazierten wir noch zum Strand und entlang der Promenade. Wir aßen ein spätes Eis und gingen schon in der Dunkelheit zurück zum Wohnmobil. Gegen 23 Uhr gingen wir endlich zu Bett.
13 kmDonnerstag, 19. Juni 2025
Wir schliefen bis kurz nach 8 Uhr. Dann begannen wir das Frühstück vorzubereiten. Es war noch mehr als genug Essen übrig. Als alles fertig war, weckten wir die Kinder. Nach dem reichhaltigen Frühstück bemühten wir uns, die letzte große Aufgabe - Einpacken, Saubermachen, Zusammenpacken - so zügig wie möglich zu machen, so dass wir unser Wohnmobil rechtzeitig bis 11 Uhr abgeben konnten. Und in der Tat: kurz vor elf waren wir an der Station. Die Abgabe verlief problemlos. Kurz darauf brachte ein Taxi uns zum Hotel in der Nähe des Flughafens. Hier stellten wir unsere Sachen ab, ruhten uns kurz aus und gingen dann zum Bus, der uns in die Innenstadt von Málaga brachte. Wir spazierten durch die Altstadt, die mit ganz glatten Steinen gepflastert war. In einem kleinen Lokal genehmigten wir uns ein Getränk. Dann sahen wir uns die Kathedrale von außen an und schlenderten durch vielen kleine Gässchen. Beim römischen Theater, oder dem, was noch davon übrig war, machten wir eine erneute Pause. Dann kamen wir in einen kleinen Park, wo wir uns an einem Springbrunnen abkühlten. Anschließend zeigte Sascha auf das nächste Wanderziel: einen Aussichtspunkt über der Stadt. Alle drei Damen winkten einhellig ab und blieben lieber im Park beim Wasser. Kaum war Sascha weg, gesellten sich etliche grüne Sittiche zu uns an den Brunnen und wir konnten die Vögel aus nächster Nähe beobachten. Sascha stiefelte derweil den Berg hoch und mochte die Aussicht. Dann holte er die anderen drei ab, da wir nun gemeinsam zum Essen gehen wollten - und zwar in das gleiche Café wie am ersten Abend. Leider war es aufgrund des Feiertags geschlossen. So wählten wir ein Restaurant in der Altstadt, die wir über einen Tunnel erreichten. Wir genossen eine tolle Paella und noch süße Desserts. Danach spazierten wir durch die Altstadt und kauften noch Kleinigkeiten für die Mädels. Dann suchten wir die Bushaltestelle, um zurück zum Hotel zu kommen. Gegen neun waren wir dort und verbrachten noch einen ruhigen letzten Abend.